Das Römerlager in Vindonissa

Vom 27. auf den 28. Mai 2026 war die 5A im Römerlager. Die Anreise nach Vindonissa erfolgte mit dem Zug. Dort angekommen, erkundeten wir den Ort zuerst mit einer spannenden Schnitzeljagd. Mit geheimen Schlüsseln, einem Audioguide und Karten, unternahmen wir eine Zeitreise und machten uns auf die Suche nach dem Mörder des Centurios. Anschliessend besuchten wir das Römermuseum und erfuhren viele interessante Fakten über das Leben der Römer. Danach stand der Höhepunkt an: Wir rückten in die Legion ein.
Wir bekamen gleich als erstes eine Tunika samt Gürtel ins Gesicht geschleudert. Wir durften keine Wechsel Kleider mitnehmen. Alles was wir mitnehmen konnten, war Kulturbeutel, Schlafanzug, Schlafsack und zu guter Letzt ein Plüschtier. Dann gab es vom Centurio Divicus und von Secunda bereits erste Befehle. Sogleich befolgten wir diese nicht und mussten zur Strafe Liegestütze machen. Erstmal zehn … von ganz vielen Liegestützen.
Als nächstes kamen wir zur Vorbereitung des Abendessens. Karotten, Lauch, Zwiebeln, Knoblauch wurden gemeinsam zugeschnitten. Alles wurde mit Römischen Messern geschnitten. Dies gestaltete sich allerdings als schwierig. Währenddessen machten sich einige daran Dinkelkörner mithilfe eines Mahlsteins zu Mehl zu zermahlen. Dies war sehr anstrengend und dauerte eine halbe Ewigkeit. Anschliessend hatten wir mächtigen Kohldampf. Durch den Hunger und die angestaute Neugier schmeckte der römische Puls, die zubereitete Mahlzeit, hervorragend.
Nach dem Essen ging das Training erst richtig los. Der Centurio brachte uns militärische Disziplin bei. Wir lernten, im Gleichschritt zu marschieren und warteten auf die laut geschrienen Befehle. Anschliessend übten wir den Kampf mit dem Gladius und den richtigen Einsatz des Schildes, dem Scutum. Auch das zielgenaue Werfen des Wurfspeers, des Pilums, gehörte dazu. Besonders beeindruckend war die Stärke eines römischen Schildwalls. Danach traten wir in Trainingskämpfen eins gegen eins gegeneinander an. Trotz der vielen geschrienen Befehle machte das alles mehr Spass, als wir ursprünglich gedacht hatten.
Am Abend versammelten wir uns am Feuer. Dort hörten wir eine gute Nachtgeschichte. Manche waren bereits so müde, dass ihnen schon am Feuer die Augen zufielen. Danach warfen wir Harz ins Feuer und durften uns etwas von den römischen Göttern wünschen. Schliesslich ging es endlich ins Bett. Bett hiess in unserem Fall ein Strohballen, der mit einem Bettlaken bedeckt war. Es war genau so bequem, wie es klingt.
Am nächsten Morgen wurden wir vom Klang der Tuba geweckt. Über Nacht waren 25 Jahre vergangen. Nach dem Frühstück stand der letzte Test an. Er entschied darüber, ob wir in Ehren aus der Legion entlassen werden würden. Wir mussten die Germanen, die von unseren Lehrpersonen gespielt wurden, in der Schildkrötenformation besiegen. Durch unsere Disziplin und Stärke gelang uns das immer wieder. So wurden wir schliesslich in Ehren aus der Legion entlassen und machten uns erschöpft, aber glücklich auf den Rückweg nach Laufen.
Die Klassen 5B und 5C besuchten das Römerlager bereits am 23./24. April.


